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Was wir wollen

Unser Ziel: »München muss artgerecht werden!«

Die Landeshauptstadt München soll sich per Stadtratsbeschluss für ihren Wirkungskreis dazu verpflichten, zukünftig nur noch Produkte einzusetzen bzw. zuzulassen, die nachweislich aus artgerechter Tierhaltung stammen:

  • in allen städtischen Kantinen
  • in allen städtischen Einrichtungen, wie zum Beispiel Krankenhäusern, Kultureinrichtungen
  • bei allen städtischen Empfängen
  • bei allen öffentlichen Veranstaltungen, bei denen die Stadt Hausherrin ist, wie zum Beispiel dem Stadtgründungsfest, den Auer Dulten, dem Christkindlmarkt oder dem Oktoberfest

Wir wollen eine Landwirtschaft im Einklang mit Mensch, Tier und Umwelt und eine Stadt, die ihrer Verantwortung gerecht wird. Damit gehören wir zur großen Mehrheit der Menschen in Deutschland, denen artgerechte Tierhaltung und ein schonender Umgang mit der Natur wichtig ist.

Unsere Erfolge

Gemeinsam haben wir schon viel erreicht: In Münchens städtischen Kitas kommen die tierischen Produkte inzwischen zu 90 % aus biologischer Erzeugung und vier städtische Schulen haben als Piloteinrichtungen erfolgreich auf 100 % Bio-Fleisch umgestellt. Jetzt gilt es, einen Beschluss für alle städtischen Schulen zu erwirken. In städtischen Institutionen laufen die ersten Pilotprojekte zur Umstellung an und die städtischen Empfänge werden zu 100 % mit Bio-Fleisch bestritten.

Lesen Sie dazu: Stadtratsbeschluss „Artgerechte Tierhaltung“ vom 19.10.2016

Das sind ermutigende, Erfolge! Eine besonders harte Nuss gilt es allerdings noch zu knacken: die Landeshauptstadt zum Beschluss zu bewegen, die öffentlichen Großveranstaltungen, die sie entweder als Veranstalterin oder als Hausherrin verantwortet – wie etwa den Christkindlmarkt oder das Oktoberfest –  auf Fleisch aus artgerechter Haltung umzustellen.

Lesen Sie dazu: Pressemitteilung vom Aktionsbündnis „Artgerechtes München“ zum Stadtratsbeschluss am 19.9.2017

Fragen zum Thema

Ist das finanzierbar?

Ja. Ein von Tollwood in Auftrag gegebenes, unabhängiges Gutachten kommt zu dem Schluss, dass die Mehrkosten für den Einsatz von Produkten aus artgerechter Haltung im Kinderbetreuungs- und Kantinenbereich unter 10 Prozent liegen würden, bei Großveranstaltungen zwischen 10 und 20 Prozent.

Lesen Sie hierzu: Expertise von a‘verdis

Was heißt eigentlich »artgerecht«?

Der Begriff »artgerecht« ist nicht geschützt, eine einheitliche, allgemein gültige Definition existiert derzeit (noch) nicht.

Artgerechte Tierhaltung orientiert sich an den natürlichen Bedürfnissen der Tiere und versucht, ihnen den Lebensraum zu schaffen, der ihrem angeborenen Verhalten und ihrer ursprünglichen Lebensweise weitestgehend entspricht. Wichtige Kriterien sind ein ausreichendes Platzangebot für jedes Tier, Sozialkontakte mit Artgenossen, Auslauf im Freien und Tageslicht, voneinander getrennte Bereiche für Fressen und Liegen, passende Beschäftigungsmöglichkeiten, ein der Tierart angepasstes Stallklima, ein tiergerechtes Futterangebot und keine Manipulationen. Denn werden all diese Bedingungen erfüllt, sind Verstümmelungen wie das Schnabelkürzen beim Geflügel oder Schwanzkupieren beim Schwein nicht notwendig.

Das Aktionsbündnis »Artgerechtes München« orientiert sich bei der Definition an den Tierhaltungsvorgaben der Bio-Landwirtschaft und der konventionellen Label mit hohen Tierschutzstandards.

Weiterführende Informationen:

Richtlinien der Bio-Anbauverbände:

Richtlinien der konventionellen Label mit hohen Tierschutzstandards: